Die Band aus
Frankreich, sie besteht aus
bereits in Frankreich geborenen Algeriern, der zweiten Generation also,
wie
der Gutmensch und in seltener Eintracht auch der Gesetzgeber zu sagen
pflegt, pflegt die Tradition und vermengt dies dabei recht munter mit
den Nicht-Algerischen Musik-Einflüssen, dass es nur so eine Freude ist.
Auf Bledi knallt
daher durchaus eine Blues-Rock-Gitarre auf den Sound Nordafrikas, dazu
leitet eine
echt geile Orgel das Titellied ein und
fantasievoll, orientalisch und europäisch geht es auch in dieser Tonart
weiter. Die Band
lässt nichts aus um gute Musik zu machen, jede Tune geht in die Beine
und so fern man der Sprache in der sie gesungen wird mächtig ist auch
in den Kopf. Es ist ganz einfach Musik und wenn man den blauäugigen
Stehsatz von der Weltverbindenden Eigenschaft der Musik glauben
schenken darf dann, ja dann verbindet diese Musik tatsächlich zwei
Kulturkreise auf das Allerfeinste.
Auf diesem, ihrem zweiten Album, das
übrigens auf gut Deutsch mit "Meine Heimat" übersetzt werden kann,
präsentieren die sechs Musiker elf mitreißende, tanzbare Songs.
Größtenteils sind es Eigenkompositionen der Band, aber auch zwei
adaptierte traditionelle Lieder finden sich auf dem Album. In allen
Songs scheint die Verbindung von maghrebinischem Raï, Gnawa und Chaâbi
mit Rock und Pop Elementen auf ganz natürliche Weise zu passieren.
Klassische nordafrikanische Instrumente wie Derbouka, Karkabou und
Bendir werden mit schrillen E-Gitarren und dem wandlungsfähigen Gesang
von Bachir Mokhtar zu einem starken Cocktail gemischt; Oud, Flöte und Tablas sorgen für eine orientalische Note. (Alfred Krondraf)
CD-Tipp:
Les Boukakes – Bledi
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Musik: @@@@
Klang: @@@@
Label/Vertrieb: Atlas Music/Hoanzl (2007)
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