Musikalische Sensationen gab es von Van Morrison im 21. Jahrhundert bisher nur sehr wenige, aber zumindest die Kontinuität seiner Alben-Veröffentlichungen blieb erhalten (it's just a job, you know?) und mit einzelnen Liedern traf der Berufssänger immer noch voll ins Herz. Born to Sing: No Plan B setzt diesen Weg seiner Arbeitsstudien frei nach dem Motto Ich singe, also bin ich fort. Oder steckt da noch mehr dahinter?
"Feel Me" heißt das zweite Album von Meena Cryle und Chris Fillmore Band, die am 20.3.2012 im ORF Radiokulturhaus in großer Besetzung ebenso groß aufspielten.
Woran mag wohl Georg Breinschmid denken, wenn er seinen Kontrabass schlägt? Eine ausführliche Antwort auf diese Frage bringt das Doppel-Album "Brein's World", sowie die Erkenntnis, dass World, Jazz, Pop, Wienerlied, Soul und Klassik sehr wohl unter einen Hut passt.
Im Rahmen des Jazzfestes wurde dem Wiener Publikum die gemeinhin wohl eher als Disko-Soul-Sängerin bekannte Künstlerin Randy Crawford präsentiert. Dass sie das nicht ist, hat vielleicht den einen oder anderen enttäuscht. Für eine Enttäuschung gab es aber auch andere Gründe.
Na bitte, es geht doch. Es muss nicht immer nachgeahmt werden, es darf auch mal eine individuelle Handschrift haben. Der Lohn: die österreichische Bluessängerin Meena Cryle schaffte es mit exzellenten Liedern und wuchtiger Stimme einen mehrjährigen drei Alben umfassenden internationalen Deal beim prominenten Label Ruf Records zu erhalten. "Try Me" heißt das erste Album und wir sagen gleich vorweg: Yes, buy it!
Zur Debatte stehen vier Kompilationen zum Thema Weihnachtslied aus dem Hause Universal, sowie neue(re) Christmas Alben von und mit Till Brönner, Götz Alsmann und die WDR Big Band, Wallisch & Kollar und Klaus-André Eickhoff.
Wer meint, Soul sei etwas für Weicheier, der konnte sich am Supersonic in der alten Fabrik der Ottakringer Brauerei am 31. Oktober 2007 eines Besseren belehren lassen. Dass das "Supersonic" des Wiener Soul Sugar-Kollektivs an diesem Abend nicht zum Mega-Flop wurde ist einzig und alleine den beiden Live-Acts Bauchklang und der fabulösen Sharon Jones & The Dap-Kings aus NYC zu verdanken, und dies trotz widrigster akustischer Umstände.
Er ist da! Der perfekte Soundtrack für Kaufhaus-Fahrstühle, Fitness-Center, Grill-Partys sowie alle sonstigen Tätigkeiten, die in diesem Jahr im Hintergrund unauffällige Musik benötigen.
"Ohne Veränderung kann nichts wachsen und wenn etwas nicht wächst wird es wahrscheinlich sterben!" Weise Worte von Bill Evans. Auch Musik muss sich verändern um wachsen zu können führt er weiter aus.
Ein Mann der den Weltschmerz mit so viel Inbrunst über so viele Jahre hinweg zelebrieren kann muss ganz einfach ein guter Mann sein.
Nicht immer garantieren bekannte Namen für erstklassige Musik, immer wieder mal grenzt es an Abzocke, was einem da so geboten wird. Warum dieser Satz zu Beginn dieser CD-Kritik steht? Weil es bei "Soul Bop" schlicht und ergreifend gänzlich anders ist!
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